Cider und Apfelessig - feine Produkte aus Most

Streuobstwiesen sind wertvoll, nicht nur aus ökologischer Sicht, sondern auch aufgrund ihrer Früchte, welche zu hochwertigen Produkten wie Most, Cider und Apfelessig verarbeitet werden können.
Grund genug für den OGV Mössingen, sich dieser Thematik am Samstag, den 8. März 2025 im Lehrgarten theoretisch und praktisch im Detail zu widmen.
Mit einer theoretischen Einführung zum Thema Ciderherstellung begann die Werkstattveranstaltung, gefolgt vom praktischen Teil.
Hier brachten die Teilnehmer ihren eigen Most mit  und analysierten für diesen die relevanten Kennzahlen wie Alkohol, Restzucker und pH Wert.

          

Darauf aufbauend wurde dann die Dosage (Zucker, Süßmost, Champagnerhefe) festgelegt und zusammen mit dem jeweiligen Most in Sektflaschen abgefüllt und verschlossen.

Mit dieser zweiten Gärung in der Flasche entsteht die Kohlensäure, analog zum Flaschengärverfahren bei Sekt und Champagner. Jetzt noch etwas Geduld und die Werkstattteilnehmerinnen und Teilnehmer können das Ergebnis verkosten.

Im zweiten Teil ging es um Apfelessig. Wieder ausgehend vom Most wird durch die Zugabe einer angezüchteten Essigsäurebakterien - Reinkultur ein feiner Apfelessig angesetzt. Auch hier ist jetzt etwas Geduld gefragt.

Für Interessierte, welche nicht an der Werkstatt teilnahmen, sind aus unserer Internetseite die Präsentationen Cider und Essig aufrufbar.

Fachwartefortbildung Streuobstschnitt 7.3.25

Bei warmem und sonnigen Wetter konnte Vorstand Hans Wener über dreißig interessierte Fachwarte begrüßen.

Die Kursleitung übernahm dann Werner Maier, der zuerst am gelungenen Beispiel die Vorteile einer fünfachsigen Oeschbergkrone verdeutlichte und Schnitteingriffe zum vitalen Erhalt der Kronenform beschrieb.Danach konnten sortenspezifische Wuchseigenschaften an Apfelbäumen analysiert und Tipps für naturnahe Schnittbehandlung gegeben werden.
An einem 15-jährigen wuchsigen Apfelbaum wurde der Schnitt diskutiert und demonstriert. Dabei  wurden viele Jahresneutriebe geschont, um den Baum durch zukünftiges Fruchten zu beruhigen.
An einigen Apfelbäumen wurde der gefährliche Befall durch schwarzen Rindenbrand gezeigt. Hans Wener berichtete vom Vortrag eines Mykologen über Behandlungsversuche zum schwarzen Rindenbrand mit Lehmverbänden, die einen ersten Erfolg zeigten.
Im Folgenden galt es, an weiteren auch "schwierigen" Apfeljungbäumen nach sinnvollen Erziehungschnitten zu suchen und wichtige Regeln einzuüben.
Zum Abschluss konnten an zwei konsequent erzogenen Oeschbergkronen noch einmal die Ziele unserer Schnittmaßnahmen wiederholt und hinterfragt werden.
Mit Beifall und positiven Rückmeldungen zeigten die Kursteilnehmer ihre Wertschätzung für diese Fortbildung. Ein Handout zur Oeschbergerziehung finden sie hier.

Schnittkurs Beeren und Rosen

Bei angenehmen Temperaturen besuchten 45 Interessierte unseren Schnittkurs.
Hans Wener musste als Kursleiter einspringen und vermittelte souverän das Vorgehen beim Schneiden von Beerensträuchern, Rosen und einigen Ziersträuchern. Dabei wurde reichlich diskutiert und nachgefragt.


Als wichtig für die Vitalität derJohannisbeeren wurde ein grasfreier Wurzelbereich mit organischer Abdeckung herausgestellt, in dem reges Bodenleben für Nährstoffe sorgt und die Verdunstung vermindert wird. Bei Bedarf kann eine Düngung für gesteigerten Neutrieb sorgen.
Beim Schnitt der Johannisbeeren wurde zuerst vergreistes Altholz entfernt und danach so ausgelichtet, dass die verbleibenden Triebe ausreichend Licht bekommen.

Im Anschluss wurden die verschiedenen Brombeeren und Himbeeren vorgestellt und Pfegetipps gegeben.
Nach einem Streifzug durch die Rosensorten wurde noch der Rückschnitt an einem Schmetterlingsstrauch demonstriert.

Kurz vor 12 Uhr endete der Kurs mit viel Beifall für den Kursleiter.

Obstbaumschnitt für Frauen 2025

Am 15. Februar 2025 fand unter Leitung der Fachwartin Ulrike Klinkmüller der alljährliche Schnittkurs des OGV für Frauen statt. 15 Teilnehmerinnen fanden sich bei leichtem Frost zu der gut zweistündigen Veranstaltung auf einem Allmendteil in Belsen ein.

In einer kurzen Einführung erläuterte die Kursleiterin geeignetes Werkzeug: Eine scharfe Baumschere, eine bissige Säge und eine standfeste Leiter.
Anschließend demonstrierte sie die Grundzüge des Öschbergschnitts beispielhaft an zwei Leitästen und der Mitte eines entsprechend erzogenen Apfelbaumes der Sorte „Kaiser Wilhelm“.
Wichtig: Quertriebe in die Leitergassen entfernen, Leitäste steil führen und Fruchtäste unterordnen.


Darüber hinaus thematisierte sie Maßnahmen an Jungbäumen von Birne, Apfel und Mirabelle, die unter realistisch ungünstigen Verhältnissen (Schaf-Verbiss, Trockenheit, Nährstoffarmut) zu leiden hatten und entsprechend schwachen Zuwachs vorweisen. Hier ist das Anlegen einer offenen Baumscheibe  und eine Bodenverbesserung durch Kompost und organische Dünger empfehlenswert.

 

Junge Bäume braucht das Land – aber richtig erzogen!

Junge Obstbäume haben in wirtschaftlicher und ökologischer Hinsicht ein beachtenswertes Potential, ein Obstbaum kann im Laufe seines Lebens 30 bis 50 Tonnen Obst liefern und speichert bis zu 1.500 kg CO2. Um diese starken Zahlen zu erreichen, ist eine gewisse Sorgfalt von der Pflanzung über den Jungbaumschnitt bis zur Bestandspflege Voraussetzung.

Der OGV Mössingen veranstaltete hierzu am 1. Februar 2025 im Lehrgarten einen Jungbaumschnittkurs.
45 Kursteilnehmer lernten von der Baumpflanzung mit Pflanzschnitt (Bild)

über die Baumpflege im sortenspezifisch modifizierten Öschbergschnitt die Grundlagen des Obstbaus für den Hausgebrauch. Auch die Erkennung und der Umgang mit Baumkrankheiten, Schädlingen und die Wichtigkeit der Baumscheiben wurden ebenso vermittelt.
Neben Albert Föll, hier auf der Leiter

gaben Hans-Günter Wener, Martin Wörnle, Reiner Gaub und Werner Maier an geeigneten Jungbäumen strategische Hinweise für einen sinnvollen Erziehungsschnitt.

Das perfekte Wetter, die ungezwungene und humorvolle Atmosphäre und das aktive Interesse der Kursteilnehmer ergaben zusammen eine gelungene Veranstaltung.

Jeder gesunde Baum zählt zur Erhaltung unserer Heimat und einmaligen Kulturlandschaft, daher sind Veranstaltungen wie diese wichtig. Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer und Ausführenden. 

 

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